KORN_ZombieSlam_Vector_copy_02Jawoll, Kinners! KORN gibt´s nun bald auch schon an die 20 Jahre - die Innovatoren des New-/Modern-Metal konnten ihre Fanbasis über die Jahre halten und füllen nach wie vor große Hallen rund um die Welt - wer hätte das Ende der Neunziger nach abebben der Nu-Metal-Welle noch gedacht?

Auch wenn mich das aktuelle Album "III-Remember Who You Are" nicht unbedingt  überzeugt hatte(Review), ist die Band live doch immer wieder gerne gesehen und konnte auch vor fast genau zwei Jahren absolut überzeugen (hier nachzulesen).

So war es keine Frage, an einem Sonntag Abend erneut nach Esch-sur-Alzette/Luxemburg in die wunderbare ROCKHAL zu schippern - denn auch im Vorprogramm war ich auf STILLWELL und HOLLYWOOD UNDEAD ziemlich gespannt. Erstere haben nämlich KORN-Bass-Zottel Fieldy an der Klampfe und den untoten Kalifornier eilen die Gerüchte um chaotische Live-Darbietungen voraus.

Aber schön der Reihe nach: Das Sideproject von Fieldy sollte also den munteren Abend eröffnen. Verstärkt durch P.O.D.-Drummer "Wuv", dem Bass-Mann "Spider" und Rapper/Sänger "Q-Unique" wollte das Quartett mit dem Material ihres brandaktuellen Albums "Dirtbag" für steigende Temperaturen in der noch nicht so recht gefüllten ROCKHAL sorgen. Sagen wir es mal so: Die, die noch nicht in der Halle waren, haben auch nix vepasst.
Meistens waren die Tracks auf einem einzigen Riff aufgebaut, ein gleichförmiger Rhythmus den kompletten Song durchgeprügelt und ein abwechselnd gerappter (hierzu setzte sich Q auch brav ein Käppi auf) bzw. mehr oder minder durchschnittlicher Gesang sorgten nicht nur bei mir für gepflegte Langeweile. Einzig der Track "Street Metal" groovte halbwegs die Hütte, konnte aber die mäßige Show nicht retten. Next one, please!

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Was die Action auf der Bühne anging, tat sich bei HOLLYWOOD UNDEAD schon aufgrund der Tatsache, dass sich hier gefühlte zehn Leute auf der Bühne herumlümmeln, weitaus mehr. Die Single "Undead" war mir durch DJ-Promotion schon bestens bekannt und der BEASTIE BOYS meets SLIPKNOT meets LINKIN PARK - Mix ging mir auf Konserve bereits recht gut rein.
Und genau mit diesem Stück begann der Haufen auch sein Set - bei den ersten drei Stücken trugen die Burschen noch ihre bööösen Masken; inwiefern man dieses Show-Element nach durchschlagenden Erfolg von SLIPKNOT immer noch gut oder abgegriffen findet, mag jeder für sich entscheiden.
Jedenfalls kamen die Kalifornier auch beim Publikum recht gut an: Tracks wie "Sell Your Soul", "Young", "My Town" und "Hear Me Now" fuhren langsam aber sicher in die Glieder des Publikums.
Ich hatte zwar desöfteren so meine Zweifel, was hier ausser dem Gerappe und dem Schlagzeug überhaupt noch live gespielt wurde; Bass und Gitarre erklangen beispielsweise, auch wenn keiner ein Instrument umhängen hatte, aber das scheint bei solch einer Combo auch eher zweitrangig zu sein, nicht wahr?

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So ging es dann während der Umbaupause zum Headliner mit Mucke von der Konserve weiter - allerdings live gemischt von DJ KID KNUCKLES, der ein Medley von "typischen" Nu Metal-Schoten von MANSON über RAMMSTEIN bis zu SYSTEM OF A DOWN zusammenmischte. Aber REFUSED´s "New Noise" im gepitchtenTechno-Remix tat schon ziemlich weh! Was soll´s, der Kerl hatte seine 20 Minuten Ruhm an diesem Abend und wärmte die Meute gut auf und verkürzte die Wartezeit.

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Und dann, ja dann also endlich KORN! Hatten sie sich ihren damaligen Durchbruchs-Hit "Blind" beim letzten Konzert an gleicher Stelle noch für die Zugabe aufgehoben, eröffneten sie sogleich das Set mit diesem Evergreen - eine gute Wahl! Sofort war das Publikum auf Betriebstemperatur und konnte die Rundreise durch nahezu alle Schaffensperioden der Band geniessen. Von ganz neuen Stücken wie "Pop A Pill" und "Oildale" bis zu den Hits "Freak On A Leash", "Got The Life", "Here To Stay" und "Shoots & Ladders", welches mit Dudelsack-Einlage begonnen und mit dem bekannten "One"-Verschnitt beendet wurde. Die PINK FLOYD-Verbundenheit wurde mit Anspielen von "Breathe" gewohntermaßen ebenso gehuldigt, sowie mit "4U", "Alone I Break" und "Helmet In The Bush" vor der Zugabe passende Ruhepole gesetzt.
Diese hatte dann mit "Falling Away From Me", einem Medley aus "Coming Undone / We Will Rock You / Twisted Transistor / Make Me Bad / Thoughtless / Did My Time und Clown" und natürlich zu guter Letzt "Y´All Want A Single" noch einiges im Petto, um der Meute die letzten Körner abzuverlangen.

So war nach immerhin insgesamt 90 Minuten auch diese KORN-Show vorbei - Vergleiche ich die Show mit dem Auftritt von vor zwei Jahren, konnte ich auf der Bühne keine Unterschiede ausmachen, die Band spielte sich gepflegt den Bobbes ab (allen voran diese Mischung aus dem Tier aus der Muppet Show und Ozzy hinter der Schiessbude) und hatte (ohnehin wie gewohnt in der ROCKHAL) einen monstermäßigen Sound.
Allerdings hatte ich den Eindruck, daß vor der Bühne einen Ticken weniger Betrieb als damals gemacht wurde und insgesamt die Zuschauerzahl ein bisschen mager war - aber klar, es war ja auch erst ROCK AM RING, wo KORN ebenfalls spielten. Aber auch bei mir selbst konnte nicht so recht die absolute Begeisterung aufkommen; vielleicht war ich und ein Teil des Publikums noch zu sehr im "Sonntags-Modus". Ausserdem hätten es ruhig auch ein, zwei Tracks von der "Life Is Peachy"-Scheibe auf die Setlist schaffen können. Aber nun gut, ich mache des Konzert nicht schlechter, als es war, das Haar in der Suppe kann man immer finden und beim nächsten Mal bin ich eh wieder am Start! (Brix)

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