manillaroad theblessedcurseDas mittlerweile 17. Studioalbum der Epic-Metal-Kings aus Wichita liegt vor und es ist von der Aufmachung her ein wahrer Augenschmaus. Ein fettes Doppel-Digipack mit einem unheilschwangeren Cover, das ein Ölgemälde von Paolo Grandi zeigt. Dann wunderbar auch das liebevolle Booklet mit ellenlangem Vorwort von Mark „The Shark" Shelton und eine Bonus-CD mit Akustikstücken. Kauzmetalfan, was willst Du mehr? Ein Konzept über die Kultur der alten Sumerer liegt dem Ganzen zugrunde, durch die Metapher stellt Mark eine Verbindung zur Jetztzeit her.

Musikalisch gesehen ist es klassischer MANILLA ROAD-Stoff, große Epen wechseln sich mit vertrackten Stücken ab, ruhige Sachen gehören ebenfalls zum Bandsound wie auch leicht thrashige Sachen, wobei die Up-Tempo-Phase der Vergangenheit angehört. Gleich der Opener und Titelsong ist ein echter Wohlfühlsong mit allerlei komplexen Drumfiguren, der zwischen harten Riffs und akustischen Parts pendelt. Etwas härter ist dann „Truth In The Ash". Ziemlich straight und treibend. „Tomes Of Clay" ist mit der Höhepunkt auf „The Blessed Curse", eine ziemlich orientalisch angehauchte Melodie, sehr melancholisch und meisterhaft arrangiert transportiert Tonnen an Gefühl und lässt stimmungsmäßig (wenn auch nur kurz) längst vergangene Zeiten aufleben. Ebenfalls großartig: das ruhige „Falling". Eine Ballade, die nur von MANILLA ROAD kommen kann. Eine weitere Erwähnung sollte das abschließende Epos „The Muses Kiss" erhalten. Gehört definitiv zu den Highlights und bündelt wieder die Stärken der MANILLA ROADler. Am besten sind sie einfach, wenn sie Akustikgitarren einsetzen und sich die Songs dann langsam steigern und härter werden. So war das bereits auf alten Kultwerken, das funktioniert auch 2014! Leider haben sich mit „Kings Of Invention" und „Luxifera's Light" zwei arg durchschnittlich Lieder auf das Album geschummelt, so dass dies Punkte in der Bewertung kostet.

Die zweite CD beinhaltet neben den (6) erwähnten Akustikstücken noch einen unveröffentlichten Song namens „All Hallows Eve", der bereits 1981 geschrieben wurde und nur als Fragment auf einem alten Rehearsal-Tape von Mark existierte. Diese Version ist genauso enthalten, wie eine 4 Minuten längere Neueinspielung. Da freut sich der Fan!

Wiederum ist es MANILLA ROAD gelungen ein tolles Album zu erschaffen und ihrem Stil treu zu bleiben. Die Produktion ist genauso eigenwillig, aber passend, wie der Stil dieser Band. Viele werden wieder meckern, dass der Sound der CD zu dünn oder zu altbacken ist. Sie haben einfach die Musik dieser einzigartigen Formation nicht verstanden. Hervorheben möchte ich noch das sehr gefühlvolle und ausufernde Gitarrenspiel von Mark und das geile, fetzige Drumming von Andreas „Neudi" Neuderth. Up the Hammers Down The Nails! (Ralf)

Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 10 + 6 Songs
Spielzeit: 99:10 min
Label: Golden Core/ZYX
Veröffentlichungstermin: 13.02.2015

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